Das Kind führt einen kleinen Laden. Auf ein Klingeln kommt einer von zwanzig Freunden herein und hält seine Bestellung hoch — drei Äpfel sind drei Apfelbilder mit der Ziffer 3. Eine Bestellung, die kein Lesen braucht. Das kleine Zahlwort unter der Ziffer ist für den Erwachsenen daneben da, zum laut Vorlesen.
Das Kind zählt die Waren vom Regal in den Korb und übergibt ihn. Die App zählt niemals mit. Nichts leuchtet einzeln auf, nichts wird vorgezählt. Stimmt die Zahl, freut sich der Kunde — und wer Essen gekauft hat, isst es auf dem Weg hinaus.
Und wenn sie nicht stimmt? Der Kunde lugt in den Korb, kichert und hält die Bestellung noch einmal hoch. Kein Summer, kein rotes X, kein Stirnrunzeln. Sich verzählen ist der Weg, auf dem Zählen gelernt wird. Übergeben ist immer erlaubt, und immer wieder.
Bestellungen beginnen bei eins und wachsen leise — bis fünf, bis zehn. Und sobald die Fünf sicher sitzt, mischen sich zweiteilige Bestellungen wie „2 Äpfel und 3 Erdbeeren“ darunter — die Addition von der Seite. Wird es schwer, geht es von selbst sachte zurück. Nirgendwo in der App misst eine Zahl das Kind.
Zwischen den Kunden gehört der Laden dem Kind. Regale umräumen, das Obst ins vorderste Regal räumen, einen Laden führen, in dem der Teddybär nicht verkauft wird — was in der Kiste liegt, wird nicht mehr bestellt. Der Laden bleibt genau so, wie das Kind ihn verlassen hat.
Die KlingelDer nächste Kunde kommt, wenn das Kind klingelt — und nie vorher. Keine Schlange, keine Eile.
Eine Ware im RegalSteht ein Kunde am Tresen, zählt ein Tipp eine in den Korb. Ist der Laden still, hebt ein Tipp sie auf — für ein anderes Regal oder die Kiste.
Der KorbAlles darin bleibt einzeln sichtbar, damit nachgezählt werden kann. Ein Tipp legt eine Ware zurück.
ÜbergebenGibt dem Kunden den Korb. Immer erlaubt — nichts prüft den Korb, bevor das Kind ihn anbietet.
Die VorratskisteWas in die Kiste kommt, ist nicht mehr im Verkauf, und Bestellungen fragen nicht mehr danach. Sie fasst höchstens sechs Waren.